Förderverein KunstPlatz Hemsbach e.v.
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Die Kunstwerke

Alle Werke erläutern die Künstlerinnen und Künstler hier meist mit ihren eigenen Worten. Sie fordern die Betrachter auf, sich auch selbst Gedanken dazu zu machen. Die Reihenfolge ist so angelegt, dass Anregungen für Spaziergänge entstehen. Beginnen können Sie eigentlich überall, denn Skulpturen sind in allen Ortsteilen zu finden, etwas konzentrierter allerdings um den Wiesensee und um das Rathaus.

Himmelsstürmer – Motz Tietze

Kunstwerk

Symposium 2013

Bray-sur-Seine–Straße am Edeka-Parkplatz

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Die drei farbigen Figuren aus Alublechen – mehr oder weniger an menschliche Körper erinnernd – sind in drei Meter Höhe beweglich auf Edelstahlrohren angebracht. Sie bewegen sich im Wind, scheinen den Betrachter zu grüßen und wollen den Himmel erstürmen.

Der Strudel – Rüdiger Krenkel

In den Sandsteinblock (240x220x90 cm, ca. 9 t schwer) ist eine negative, abgeflachte „Halbkugel“ eingearbeitet. Von außen nach innen laufen im Rechtsbogen unzählige Spitzmeißelfurchen im Zentrum zusammen. Ebenso wirbeln diese in den Stein „eingefrorenen Bewegungslinien“ auch aus dem Mittelpunkt nach außen.

Dialog – Motz Tietze

Zwei gewichtige Teile, die getrennt sind, halten einen goldenen Dialog. Der Zustand ist eine Momentaufnahme; es ist nicht entschieden, ob sie sich aufeinander zubewegen oder ob sie sich weiter trennen. Ein dynamischer Dialog eben. Unterstützt wird diese Dynamik durch eine kleine Standfläche und die unterschiedliche Stellung der Körper im Raum.

Fischfrau – Carmen Stahlschmidt

Kunstwerk

Symposium 2015

Rundgang Wiesensee

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Das Tierreich und der Mensch sind aufeinander angewiesen. Der Fisch ist Symbol für das Leben, weil er aus dem Wasser kommt; er ist auch Symbol des Christentums. Die Frau, auf deren Schultern der Fisch liegt, ist mit ihm verwachsen – sie hat keine Arme (der Fisch bildet die Arme) – sie kommuniziert mit ihm.

Müßiggang – Alfred Wolf

Kunstwerke

Symposium 2011

Rundgang Wiesensee

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Zum „Müßiggang“ fordert die Sandstein-Stahlskulptur auf, zum Innehalten und gemächlichen Schlendern. Zwei schwere Sandsteinstelen halten zwei parallel nebeneinander gesetzte Stahlplatten, die im Vergleich zu den Stelen durch die rahmende Öffnungen und das herausgeschnittene Schattenbild einer menschlichen Silhouette fast filigran wirken. Der Mensch steht im Mittelpunkt. Das Werk bezieht die Umgebung quasi mit ein, und die Betrachter blicken aufs Wasser und sehen, was dahinter passiert.

Stele der Freundschaft – Jürgen Heinz

Kunstwerk

Symposium 2017

Rundgang Wiesensee

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Als sichtbares Symbol des Miteinanders wird die Plastik aus Cortenstahl im ersten Moment als statischer Körper wahrgenommen. Sie steht für Zusammenhalt. In der konkreten Form entstehen durch Trennungen Flächen: geometrisch harmonische Aufteilungen. Die Plastik spielt so mit Licht und Schatten, Durchblicke entstehen. Und dann merkt man: Sie bewegt sich doch. Die Sicherheit der Statik scheint kurzzeitig ins Wanken zu kommen. Kurzzeitiges Wanken, in Bewegung sein, Zusammenhalten sind für den Künstler zentrale Metaphern/Elemente für Freundschaft.

Im Gespräch – Uli Lamp

Kunstwerk

Symposium 2016

Müchelner Straße/Kreisverbindungstraße

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Zwei Menschen sitzen sich gegenüber, intensiv in ein Gespräch vertieft. Der Gedankenaustausch über Grenzen hinweg ist Inhalt der Skulptur und soll die Städtepartnerschaft zwischen Müchelen und Hemsbach illustrieren (Auftrag der Stadt Hemsbach).Darauf weisen auch die an den Sockeln angebrachten Städtewappen hin. Die freie Sitzfläche ist eine Geste, sich in diesen partnerschaftlichen Prozess einzubringen.

Wolkenläufer – Uli Lamp

Kunstwerk

Symposium 2013

Berliner Straße/ Am Einkaufszentrum

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Auf einer quadratischen Säule sind in sportlicher Bewegung drei menschliche Figuren dargestellt, die sich gegenseitig durchdringen. Obwohl die einzelnen Körper aus flachem Stahlblech gestaltet sind, entsteht durch die unterschiedliche Ausrichtung eine dreidimensionale Plastik in fünf Meter Höhe. Je nach Standort des Betrachters rückt eine andere Figur in den Fokus und entfaltet, quasi in den Wolken schwebend, ihre Individualität. So fordert die Skulptur die Betrachter auf, sich befreit miteinander zu bewegen – auch im geistigen Sinne.

Potenzial – Shinroku Shimokawa

Symposium 2015

Am Fußballplatz/
Hüttenfelder Straße

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„Beim Symposium Partnerschaft zeichnete ich immer die zwei Granitblöcke, um mich den Steinen anzunähern. Wir bauten eine Beziehung zueinander auf. Die Beiden haben sich gefunden, sind aneinander gebunden und kommen auch nicht voneinander los“.

Adam und Eva – Klaus Urban

Symposium 2015

Hüttenfelder Straße/Am Bonhoeffer-Zentrum

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In der Stahlplastik ist ein balancierendes Bewegungsmoment, ein Charakter, eine Situation thematisiert. Die Skulpturengruppe von silhouettenartigen Figurationen „Mann und Frau – Adam und Eva“ sind aus Stahlblech ausgebrannt und auf einer Grundplatte neben und hintereinander gestaltet. …Licht durchflutet die Skulptur, bildet Schatten und steigert damit die Plastizität… Die Patina verdeutlicht unsere Vergänglichkeit: Leben und Tod.

Rapunzel – Carmen Stahlschmidt

Kunstwerk

Symposium 2011

Giselherstraße/An der Hebelschule

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Hoch auf einem Sockel aus Sandstein trohnt die bekannte Märchenfigur mit dem gut drei Meter langen, aus dem Stein herausgearbeiteten, starken Zopf. Die Künstlerin hat den Oberkörper aus Ton geformt, kupfergrün der Zopf, wie von Goldfäden durchzogen schimmert er im Sonnenlicht. Die Skulptur symbolisiert eine Brücke von innen nach außen, von Geschlecht zu Geschlecht, von Mensch zu Mensch. Zur Freude der Kinder hat die Skulptur vor der Hebelschule ihren Platz gefunden.

Der Anfang – David Maras

Die ineinander gesetzten Teile aus Vierkantstahl sollen Bezug auf die Geschichte Hemsbachs nehmen. Wie die Stadt in zwei bzw. vier Teile gespalten ist (durch die Bahnlinie und die Hüttenfelder Straße/Beethovenstraße), so stellen die Stahlteile den abstrakten Anfang der prinzipiellen Zerstörung des einheitlichen Ursprungs dar. Sie sind der Erde zugeneigt und versuchen mit gezielt gebundenen Kräften, die spürbar unanwesende Materie zu durchbrechen, anzuheben und/oder zu entfernen.

Embrace – Stefanie Welk

Kunstwerk

Symposium 2017

Ecke Gottlieb-Daimler-/Tilsiter Straße

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Eine menschliche Gestalt, geformt aus Edelstahldraht und an einem Baum befestigt, neigt sich aus luftiger Höhe zum Betrachter hinunter. Edelstahldraht als ein künstliches Industrieprodukt mit glatter, das Sonnenlicht reflektierender Oberfläche. Der Werkstoff verbindet sich in Form einer menschlichen Gestalt mit dem Baum, einem natürlich gewachsenen, lebendigen Organismus. Die Plastik lädt so dazu ein, sich Gedanken zu machen über die Bedeutung des Menschen in unserer Welt: zur möglichen und nötigen Wiederverbindung mit der Biosphäre, die uns Menschen trägt und nährt.

Willkommen und Abschied – Alfred Wolf

Symposium 2014

Am Bahnhof

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Je zwei, aus verschiedenen Metallblechen geschnittene, menschliche Figuren – hell- und dunkelbraun auf der einen, golden und silbern auf der anderen Seite – scheinen dynamisch leicht durch die fast vier Meter hohe Sandsteinstele hindurch zu gehen. Sie winken den Betrachtern Willkommen und Auf Wiedersehen zu und sorgen so für gute Laune.

Wollsack – Wolfgang Völker

Kunstwerk

Symposium 2011

Bachgasse/an der Sparkasse

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Auf den ersten Blick fällt der große Odenwälder Findling kaum auf: grau auf grauem Pflaster. Beim Symposium zum Thema Brücke wählte der Künstler den heimatlichen Findling wohl als Bindeglied zwischen Wald und Stadt. Der eine Teil glitzert glatt poliert in der Sonne. Durch eine 4 cm Zentimeter breite Furche in der Mitte getrennt, bleibt der andere Teil naturbelassen und schimmert inzwischen grünlich lebendig, von Flechten erobert, die auch den breiten Spalt überwinden wollen. Die zahlreichen Findlinge im Odenwald sind übrigens, geologisch betrachtet, durch die sogenannte Wollsackverwitterung entstanden.

Gedenkstein für Judendeportation

Baden-Gurs – Schülergruppe, angeleitet von Wolf Münninghoff

Symposium 2011

Am Rathaus/Hildastraße

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Die Sandsteinskulptur stellt einen Baumstumpf dar, der aus Dornengestrüpp ragt. Der komplementäre Teil der Skulptur, der Baumstamm, dem ein Ast abgesägt ist, steht bei der Jugendbildungsstätte Neckarzimmern. Sie wurde im Rahmen des „Memorial Youth Projekt“ geschaffen, das von der Badischen Evangelischen Landeskirche durchgeführt wird und inzwischen 139 Gemeinden einbezogen hat. Schüler der Klassen 9 und 10 des Bergstraßengymnasiums schufen diese Skulptur zur Erinnerung an die aus Hemsbach Deportierten.

Shoulder to Shoulder – Angelika Seik

Kunstwerk

Symposium 2015

Hinter dem Rathaus
Hildastraße

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Eine weibliche und eine männliche Schulter lehnen sich aneinander und stützen sich. Sie symbolisieren die Vielfalt menschlicher Gefühle und Beziehungen. Da sie überlebensgroß sind und fast abstrakt wirken, lassen sie Raum für Phantasie und können vielleicht wie eine kleine Felsenlandschaft gesehen werden, mit Tälern und Höhen… Die Arbeitsspuren des Meißels (Pick) im roten, natürlich gebrochenen Odenwaldsandstein machen den Entstehungsprozess sichtbar.

l’Arbre – William Noblet

Symposium 2013

Hinter dem Rathaus

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Der Baum charakterisiert die deutsch-französische Freundschaft. Der Stamm besteht aus drei Teilen: Die zwei mit Gesteinscharakter symbolisieren die Reliefs der Vogesen und des Schwarzwalds. Der mittlere Teil aus poliertem Edelstahl stellt den Rhein als Lebensader dar. Die Teile des Stammes verbindet die aufblühende Baumkrone aus Edelstahl. Die zwei äußeren Teile sind aus weißem Beton hergestellt, der zu gleichen Teilen aus französischem und deutschem Granulat gemischt wurde.

Stein auf Stein – Selina Schuster

Kunstwerk

Symposium 2011

Schlossgasse/ Schlossparkstrasse

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Wie überdimensionale Bauklötze wirken die grob behauenen Sandsteine, die Brücken zwischen den Generationen darstellen sollen. Bildlich gesehen zeigen Brücken den Willen des Menschen zusammenzukommen, sich auszutauschen. Sie verbinden Orte und Landstriche über Gräben, Schluchten, Flüsse und andere Verkehrswege hinweg. Sie verbildlichen also auch die notwendige Aktivität, um Austausch zu ermöglichen: Brücken muss man bauen. Der Platz um die Sandsteingruppe ist neugestaltet und lädt zum Verweilen ein.

DE-STRUK- TION – Harald Priem

Kunstwerk

Symposium 2016

Mittelgasse/ Hof der Ehemaligen Synagoge

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Die Stele erinnert an die deportierten und ermordeten jüdischen Bürger, deren Familien das Gemeindeleben mitgeprägt haben. Das aus Beton gegossene Objekt entstand 2016 im Rahmen des Projekts „Atelier und Künstler #10“ anlässlich der 27. Kreiskulturwoche. Der  Rotationskörper ähnelt einer übergroßen, senkrecht aufgerichteten Tora-Rolle. Auf der Innenwand sind die Namen der Deportierten und Ermordeten zu lesen, eingebettet in bruchstückhaft wirkende grafische Elemente, die der Künstler den Mustern der Deckenmalerei des Betsaals nachempfunden hat. Besonders eindrücklich wirkt die von innen beleuchtete Plastik in der Dunkelheit. Mehr Infos zu dem gesamten Kunstprojekt und Einsicht in die Dokumentation G A P beim Förderverein Ehemalige Synagoge (www.ehemalige-synagoge-hemsbach.de).

Golem – Uli Lamp

Symposium 2011

Bachgasse/ Frankfurter Straße

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Der Ahorn, aus dem der Golem entstand, musste sterben, um zu neuem Leben erweckt zu werden und in den ewigen Prozess des Werdens und Vergehens einzugehen. Der Golem ist eine Figur aus der jüdischen Literatur und Mystik. Er wurde von gelehrten Rabbinern aus Lehm geschaffen, um ihnen zu Willen zu sein. Gleichzeitig entsteht dabei auch die Angst, das Erschaffene nicht zu beherrschen und als Bedrohung zu erleben.

Dynamik – Gabriele Möller-Kuhlmann

Kunstwerk

Symposium 2017

Im Brühl/ Am Dreispitz

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Acht farbige, übereinander kreisende Arme bewegen sich auf einer 2,50 m hohen Stahlsäule. Die acht Farben und die Länge der Farbabschnitte auf den Armen gründen auf einer farbassoziativen Studie. Die fortlaufende Verschiebung der Farbsegmente auf den Armen spürt dem abstrakten Begriff Dynamik nach, ebenso die durch den Wind sich bewegenden kugelgelagerten Arme. Das überdimensionale Windspiel schafft immer wieder neue Farbimpressionen und regt zum Zusammenkommen und fröhlichen Träumen an.

Les Migrants – William Noblet

Symposium 2015

Spazierweg Richtung Laudenbach zwischen B3 und Rohrwiesen

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Drei Figuren wandeln in einem naturbelassenen, unkultivierten Raum. Wie Migranten, die eine Welt entdecken, von der sie absolut nichts wissen. Ihre Haltung drückt ebenso Enthusiasmus wie Furcht aus, Begeisterung und Scheu. Die Materialwahl Stahl und die Struktur der Figuren deuten in der Vergangenheit Durchgemachtes und Mittellosigkeit an.

Auf Augenhöhe – Wolf Münninghoff

Zwei große Sandsteinplatten lehnen aneinander und stützen sich. Ungefähr in Augenhöhe des Betrachters sind unterschiedliche Löcher leicht versetzt angeordnet. Man schaut also durch die Schnittmenge von Kreis und Quadrat. So wird der Blick auf Gemeinsamkeiten als Voraussetzung für die Akzeptanz von Unterschieden bildhaft in abstrakte Form übersetzt. Der Titel „Auf Augenhöhe“ beschreibt die Positionierung des Durchblicks und verweist auf die Form, wie Menschen sich begegnen sollten.